1. SYMPOSIUM FÜR INTENSIV-ASSISTENZPERSONAL 16. - 17.11.2018 / St. Pölten



Sehr geehrte Damen und Herren,

werte Unterstützer,

 

ECMO boomt. Das lässt sich jedenfalls aus den Anwendungszahlen und am steigenden Interesse der Intensivmedizin ablesen. Die Gründe dafür liegen wohl am ehesten in der technischen Entwicklung und der damit einhergehenden leichteren und nebenwirkungsärmeren Anwendbarkeit der Systeme auch außerhalb hochspezialisierter Zentren. Die Schwelle sinkt also, die Herausforderungen an die Anwender bleiben jedoch bestehen, denn nach wie vor handelt es sich um hochgradig invasive Therapieformen für schwer- und schwerstkranke Patienten. Ein leicht zu bedienendes Gerät und eine durch die Therapie scheinbare Besserung von Vitalparametern darf nicht über die Fülle von Herausforderungen hinwegtäuschen, die mit diesen Therapieverfahren einhergehen: ECMO bedeutet nicht Bedienung einer Maschine sondern das Management schwerkranker Patienten plus der mitunter komplexen Interaktion mit dem extrakorporalen Verfahren. Auf dem Boden wissenschaftlicher Literatur lassen sich manche Fragen mittlerweile zufriedenstellend beantworten, vieles bleibt jedoch nach wie vor eigener oder anderer Erfahrung und Einschätzung überlassen. ECMO macht niemanden gesund, ECMO ist immer „Überbrückung“ über eine Krise hinweg, daher ist die Kenntnis der technischen Details, der Pathophysiologie, sowie der Algorithmen des Therapie- und Komplikationsmanagements Voraussetzung für ein erfolgreiches Bridging. Das Wissen um diese Dinge trägt entscheidend zur Therapiequalität bei und ist von allen am Management des Patienten beteiligten Personen zu fordern. ECMO ist längst nicht mehr als Geheimwissenschaft ausgewählter Spezialisten einzustufen. Intensivmedizinisches Teamwork bedeutet Interdisziplinarität, gemeinsame Aufgaben, gemeinsames Wissen und gemeinsame Entscheidungen.

 

Dieses Symposium soll dieser Forderung Rechnung tragen, Basis- und Spezialwissen vermitteln, Theorie und praktische Tipps zusammenführen, Kontakte knüpfen, regen Austausch ermöglichen und offene Fragen beantworten. In diesem Sinn freuen wir uns sehr auf eine „teamorientierte“ interaktive und spannende Veranstaltung!

 


Univ.-Prof. Dr. Thomas Staudinger

Tagungsvorsitz

Ferdinand Böswart

Fachliche Organisation